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Informationen aus der
TIERÄRZTLICHEN KLINIK im
TIER ZENTRUM:
Futtermittelberatung
Die richtige Ernährung von Nagetieren
Kaninchen
Es gibt einige Grundsätze, die bei der Fütterung des Kaninchens
zu beachten sind.
Die tägliche Futtermenge beträgt etwa 40g Trockensubstanz/kg
Körpermasse. Die Ratio
sollte etwa 16% Rohfaser enthalten. Diese
ist essentiell zur Aufrechterhaltung der normalen
Darmflora und
zur Ernährung der Darmschleimhaut. Zudem führen rohfaserreiche Futtermittel
zu einer verlängerten Futteraufnahmezeit und damit sowohl zu ausreichendem
Zahnabrieb, als
auch zur Beschäftigung der Tiere. Der Energie- und
Proteingehalt der Ration darf nicht zu hoch
sein, da Kaninchen sonst
sehr schnell verfetten. Eine Ration setzt sich folgendermaßen
zusammen:
Heu sollte den Tieren immer zur Verfügung stehen. Daneben bekommen
die
Tiere ein pelletriertes Alleinfuttermittel (1-2 Eßl./kg/Tag),
Frischfutter (Obst und Gemüse, Kräuter)
sowie gelegentlich hartes
Brot o.ä.. Frisches Wasser muss zur freien Verfügung bereitstehen.
Meerschweinchen
Grundvoraussetzung für das Wohlbefinden eines Meerschweinchens ist
eine gleichmäßige
und abwechslungsreiche Fütterung. Da Meerschweinchen
nicht in der Lage sind Vitamin C
zu synthetisieren, ist auf eine
vitaminreiche Ernährung zu achten. Der Rohfasergehalt der
Futterration
muss 14-16% betragen. Strukturiertes Futter gewährleistet eine Stabilität
der
Magen-Darm-Flora, ausreichenden Zahnabrieb sowie vermehrte Beschäftigung
durch
verlängerte Futteraufnahme. Die Menge eines Mischfuttermittels
sollte 35 g TS/kg/Tag nicht
überschreiten. Heu bekommen die Tiere
zur freien Verfügung. Daneben wird Frischfutter
(Obst, Gemüse, Kräuter)
und gelegentlich hartes Brot o.ä. angeboten. Als Nagematerial eignen
sich Äste von ungespritzten Obstbäumen, Ahorn, Haselnuss oder Weide.
Wasser muss immer
zugänglich sein.
Hamster
Hamster sind keine reinen Vegetarier. Dies sollte bei der Fütterung
bedacht werden. Das
natürliche Nahrungsspektrum umfasst Getreide,
Gräser, Wurzeln und Früchte sowie Insekten
und Kerbtiere. Der Speiseplan
besteht aus einem pelletrierten Alleinfuttermittel
(ca. 5-6 g TS/100g
Körpermasse), Frischfutter (Gräser, Obst, Gemüse) sowie 1-2 mal/Woche
Quark, hartgekochtes Ei und Insekten zur Ergänzung des Bedarfes
an tierischem Eiweiß.
Wasser muss immer zur Aufnahme bereitstehen.
Gerbil
Gerbile ernähren sich in freier Wildbahn hauptsächlich von Körnern
und besitzen nur eine
begrenzte Fähigkeit zur Verdauung von Rohfaser.
Heu guter Qualität sollte ihnen trotzdem
stets frei zur Verfügung
stehen, da es nicht nur gefressen wird, sondern auch als Beschäftigungs-
und Nistmaterial eine große Rolle spielt. Der Rohfasergehalt der
Ration sollte 10% nicht
übersteigen. Rennmäuse bekommen neben einem
Gerbil-Mischfutter auch Frischfutter
(Gemüse, Obst, Kräuter) sowie
Mehlwürmer, gekochtes Ei, Quark und Joghurt zur Ergänzung
von tierischem
Eiweiß (insbesondere bei trächtigen Tieren). Zweige werden zur Befriedigung
des Nagetriebes angeboten. Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.
Ratte
Ratten sind Allesfresser, ernähren sich aber überwiegend von Körnern
und Pflanzen. Als
Heimtiere werden Ratten in der Regel sehr vielseitig
ernährt. Außer gewürzten Speisen, Alkohol
Tee oder Kaffee darf
ihnen fast alles angeboten werden. Der Hauptanteil einer Ration
besteht
aus einem handelsüblichen Mischfuttermittel sowie Obst und
Gemüse. Daneben können in
kleinen Mengen Nudeln, Reis und gekochte
Kartoffeln angeboten werden. 1-2 mal wöchentlich
sollten Ratten
tierisches Protein zu fressen bekommen (gekochtes Fleisch, Fisch,
Quark,
Joghurt, milder Käse, hartgekochtes Ei).
Zur Befriedigung des Nagebedürfnisses dienen Zweige (Obstbäume,
Weide, Haselnuss), Nüsse
in Schale (nur in geringen Mengen, da fettreich)
und hartes Brot. Wasser muss frei verfügbar sein.
Maus
Die Nahrung wildlebender Mäuse besteht hauptsächlich aus Getreidekörnern,
Hirse, Reis und
Grassamen. Die Fähigkeit Rohfaser aufzuschließen
ist sehr begrenzt. Die Ration darf daher
nicht mehr als 10% Rohfaser-Anteil
enthalten. Die Ration setzt sich hauptsächlich aus
Mäuse-Mischfutter
und Frischfutter (Obst und Gemüse). 1-2 mal wöchentlich wird tierisches
Eiweiß gefüttert (Mehlwürmer, Quark, Joghurt, milder Käse). Als
Nagematerial dienen Zweige,
Nüsse in Schale und hartes Brot. Wasser
muss immer frei zugänglich sein.
Degu
Degus sind Pflanzen- und Blattfresser und haben daher einen hohen
Rohfaser- und Struktur-
bedarf. In ihrer natürlichen Umgebung ernähren
sie sich hauptsächlich von Kräutern, Gras,
Grassamen und Baumrinde.
Beim Heimtier-Degu ist zu beachten, dass es, falls die Futterration
langfristig weniger als 16% Rohfaser enthält, zu Verdauungsproblemen
kommen kann. Ist das
Futter zu wenig strukturiert, kann aus Mangel
an Beschäftigung das so genannte Fellfressen
beobachtet werden.
Dementsprechend sollte Heu immer zur Verfügung stehen. Ansonsten
setzt sich die Ration aus Pellets oder einem Degu-Mischfuttermittel
sowie Obst, Gemüse,
Kräuter und Gräser zusammen. Als Nagematerial
dienen Zweige von ungespritzten Obstbäumen,
Weide und Haselnuss
sowie in geringen Mengen hartes Brot, Zwieback und Knäckebrot. Die
Tiere
müssen immer Zugang zu Wasser haben.
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