Tierzentrum Gelnhausen

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Informationen aus der TIERÄRZTLICHEN KLINIK im TIERZENTRUM:

Impfschutz - Schutzimpfung von Kaninchen
gegen ansteckende Krankheiten


Myxomatose und hämorrhagische Krankheit (RHD) sind gefürchtete Viruskrankheiten des Kaninchens.
 
Diese Seuchen werden immer wieder von Wildkaninchen auf Hauskaninchen verschleppt. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken, aber auch direkt von Tier zu Tier oder mit verseuchten Gegenständen.
 
Der Ansteckungsgefahr ist nur durch Vorbeuge zu entgegnen. Wichtigste Maßnahme ist die Schutzimpfung, die gegen beide Infektionen möglich ist.
 
Die regelmäßige Impfung der Kaninchen ist ein Gebot verantwortungsvoller Tierhaltung.
 
 
Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über die
 
Myxomatose
Hämorrhagische Krankheit (RHD) oder "China-Seuche"
 
und Erläuterungen zu folgenden Fragen:
 
Wie kann das Kaninchen vor Myxomatose und RHD geschützt werden?
Wie funktioniert das Impfverfahren gegen Myxomatose und RHD?

 
 
Die Myxomatose
 
Die Myxomatose oder Kaninchenpest wird durch das Myxom-Virus verursacht, das zu den Pockenviren gehört. Die Myxomatose stammt aus Südamerika und gelangte anfangs der 50er Jahre nach Frankreich.
 
Sie breitete sich rasch in Süd- und Mitteleuropa aus und hält sich seitdem als bodenständige Seuche in der Wildkaninchen-Population.
 
Die Hauptüberträger vom Wild- auf das Hauskaninchen sind Stechmücken. Beim Blutsaugen nehmen sie das Virus bei einem Tier auf und übertragen es auf andere. Deshalb hängt das Krankheitsgeschehen vom jahreszeitlichen Auftreten der Insekten ab. Das Infektionsrisiko ist in den warmen Monaten besonders hoch.
 
Ähnlich wie bei Stechmücken erfolgt die Verbreitung auch durch den Kaninchenfloh. Er springt von Tier zu Tier und findet nicht nur ideale Bedingungen im Wildkaninchenbau, sondern macht auch vor dem Maschendraht von Außengehegen nicht halt. Selbstverständlich stecken sich Hauskaninchen auch direkt bei ihren wildlebenden Artgenossen durch infektiöses Nasen- und Augensekret an. Weiterhin ist noch die indirekte Übertragung von Bedeutung z.B. durch verseuchtes Grünfutter und Schuhwerk.
 
Eine Woche nach Ansteckung treten die typischen Symptome der Myxomatose auf. Dies sind schwere Entzündungen mit Schwellungen und schleimig-eitrigen Absonderungen im Augen-Nasen-Lippen- und After-Genital-Bereich. Geschwulstartige, teigige bis derbe Hautverdickungen treten in der gesamten Kopfregion auf („Löwen- oder Nilpferdkopf“), besonders am Ohrgrund und an den Ohrmuscheln.
 
Der ganze Körper kann mit Hautknoten übersät sein. Bei schwerem Verlauf sterben die Tiere nach ein- bis zweiwöchigem Siechtum an völliger Abmagerung, Erschöpfung oder Lungenentzündung.
 
Die Sterberate kann in einem empfänglichen Bestand bis zu 100% erreichen.
 
Bei milderem Verlauf sind die Symptome weniger dramatisch. Die Genesungsrate nimmt zu. Manchmal gleicht die Myxomatose eher einem Schnupfen und geht mit Problemen bei der Fortpflanzung einher. Züchter klagen über schlechte Fruchtbarkeit bei den Häsinnen und eine erhöhte Sterblichkeit der Neugeborenen.

 
Die hämorrhagische Krankheit (RHD) oder "China-Seuche"
 
1984 kamen erste Berichte aus China über eine vorher unbekannte Kaninchenseuche: die hämorrhagische Krankheit, auch als Rabbit Haemorrhagic Disease bezeichnet (RHD). Nach kaum drei Jahren war sie über Osteuropa in Deutschland angekommen. Als Erregerreservoir - es handelt sich um ein sogenanntes Calici-Virus - kommen unauffällig erkrankte oder wieder genesene Wild- und Hauskaninchen in Betracht.
 
Die Möglichkeiten der Übertragung durch Stechfliegen und Flöhe, Belecken und Beschnuppern sind praktisch gleich wie bei der Myxomatose.
 
Die indirekte Übertragung mit Grünfutter, Einstreu, Haaren und Kot ist besonders bedeutsam, weil der Erreger tage- bis wochenlang ansteckungsfähig bleibt.
 
An RHD erkranken nur Kaninchen, die über 2 Monate alt sind. Zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu Symptomen unterschiedlicher Ausprägung und Schwere. Die Infektion kann bereits nach 1/2 bis 1 Tag zum plötzlichen Tod führen, ohne dass vorher besondere Krankheitsanzeichen aufgetreten sind. Vielfach sterben die Tiere innerhalb von 3 Tagen, sind vorher stark benommen, bluten schaumig aus der Nase, biegen den Kopf zurück und zeigen zwanghafte Kreisbewegungen.
 
Es sind auch chronische, wenig auffällige Erkrankungen bekannt. Lediglich Aktivität und Futteraufnahme lassen vorübergehend nach. Manchmal wird auch hechelnde Atmung beobachtet. Nach 2 bis 3 Tagen gesunden diese Tiere wieder, können den Erreger aber nach wie vor ausscheiden. Sie bleiben dadurch eine ständige Gefahr im Bestand.


Wie kann das Kaninchen vor Myxomatose und RHD geschützt werden?
 
Gegen die Erreger von Myxomatose und hämorrhagischer Krankheit gibt es keine Medikamente. Wir können lediglich versuchen, den Krankheitsverlauf zu mildern und zusätzliche Infektionen mit Bakterien vorbeugen. Bei akutem Verlauf sind diese Maßnahmen jedoch selten erfolgreich.
 
Nur durch gezielte Vorbeuge ist den beiden Infektionen beizukommen. Maßnahmen wie Verzicht auf Futter aus dem Freiland, keine Haltung im Freigehege, Anbringen von Fliegengittern, Einschränkung des Besuchsverkehrs, Quarantäne für zurückkehrende Ausstellungstiere sowie Desinfektion sind unumgänglich, aber nicht ausreichend. Sie müssen mit der aktiven Schutzimpfung kombiniert werden, die wir durchführen. Für Ausstellungstiere ist die Impfung gegen RHD in der Regel vorgeschrieben und die Impfung gegen Myxomatose empfohlen. Am besten wird immer gleich der ganze Bestand geimpft.

 
Wie funktioniert das Impfverfahren gegen Myxomatose und RHD?
 
Ziel der Impfung ist es, bei Kaninchen eine körpereigene Abwehr (Immunität) aufzubauen, ohne dass die Tiere die Infektion selbst durchmachen müssen. Die vorbeugende Schutzimpfung kann mit bestimmten Impfstoffen sogar zeitgleich vorgenommen werden (getrennte Impfspritzen).
 
Beim Impfverfahren wird unterschieden zwischen der Grundimmunisierung, also dem erstmaligen Aufbau des Impfschutzes, und Wiederholungsimpfungen, die zur Aufrechterhaltung der Immunität erforderlich sind.
 
Üblicherweise wird der Impfschutz mit der Erstimpfung im Alter von 8 Wochen aufgebaut. Bei besonderem Infektionsdruck, z.B. in stark verseuchten Landstrichen, werden wir zu einem früheren Impfbeginn schon ab der 4. Lebenswoche mit einer Anschlussimpfung im Alter von 8 Wochen raten.
 
Der Impfschutz gegen Myxomatose beträgt ca. 6 Monate. Mit einer Frühjahrsimpfung können die Tiere über die Zeit des größten Ansteckungsrisikos geschützt werden. Gegen RHD hält der Impfschutz ein Jahr. Für Bestände, aus denen Kaninchen an Ausstellungen teilnehmen, muss die rechtzeitige Auffrischung vor Beginn der Ausstellungssaison beachtet werden.
 
Das Risiko einer Infektion mit Myxomatose und hämorrhagischer Krankheit (RHD) besteht für alle Hauskaninchen. Für einzeln gehaltene Streicheltiere wie auch für ganze Hobbyzuchten. Gegen diese Bedrohung richtet sich die aktive Schutzimpfung.

 


Tierklinik im Tierzentrum Gelnhausen

Vier Tierärzte führen hier an sieben Tagen in der Woche die Sprechstunde durch. Montag bis Freitag werden chirurgische Eingriffe und andere Eingriffe in Narkose durchgeführt. Den chirurgischen Bereich leitet Tierarzt Wolfgang Kestler, den Bereich der Diagnostik und inneren Medizin betreut Gisela Niebch, Fachtierärztin für Klein- und Heimtiere. Ein breites diagnostisches Spektrum ermöglicht eine schnelle Diagnosefindung und damit auch einen frühen Therapiebeginn, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Hierzu bietet die Tierärztliche Klinik Diagnostik wie Ultraschall, Herzultraschall, Endoskopie, digitales Röntgen, Blutuntersuchungen mit Auswertung im Haus und vieles mehr.
Desweiteren bietet die Klinik auch einen jährlichen Vorsorge-Check an, um noch vor dem Auftreten von Symptomen Krankheiten zu erkennen und zu therapieren. Eine adäquate Therapie Ihres Tieres ist unter anderem durch den chirurgischen Bereich und die Möglichkeit der stationären Aufnahme für zum Beispiel operierte Tiere oder Infusionspatienten gewährleistet. Hier werden auch verunfallte Tiere und andere Intensivpatienten betreut. Die Hunde der Helfer und Ärzte haben hier zum Beispiel schon des öfteren durch Blutspenden anderen Hunden das Leben gerettet
Auch über den täglichen Klinikalltag hinaus engagieren sich die Ärzte der Tierklinik rund um das Thema Tiere. So wurde eine Vortragsreihe veranstaltet zum Thema „Hunde mit Beruf“, in deren Rahmen unter anderem über Spürhunde, Blindenführhunde, Hütehunde und Jagdhunde referiert wurde. Ebenso bietet Fachtierärztin Gisela Niebch regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse für Tierbesitzer an.

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