 |
NEUE Sprechzeiten |
Mo - Fr
9.00 - 19.00 Uhr
durchgehend
geöffnet |
Sa u. So
10.00 -
12.00 Uhr |
|
|
|
Informationen aus der
TIERÄRZTLICHEN KLINIK im
TIER ZENTRUM:
Impfschutz - Schutzimpfung
von Katzen
Mit der Anschaffung Ihrer Katze haben Sie nicht
nur einen verspielten, verschmusten, aufmerksamen, vielleicht auch
eigenwilligen Hausgenossen erworben, von dem Sie sich zu Recht viel
Freude versprechen.
Sie haben zugleich Fürsorgepflicht und damit Verantwortung für ein
schutzbedürftiges, von Ihnen abhängiges Lebewesen übernommen. Dazu
gehört neben einer artgerechten Haltung, Ernährung und Pflege die
Abwehr von Gefahren durch häufige Infektionskrankheiten, denen Ihre
Katze wenige Wochen nach der Geburt schutzlos ausgesetzt ist.
Eine rechtzeitige Impfung schützt Ihr Tier und gibt Ihnen Sicherheit.
Heute gibt es zuverlässige Impfstoffe gegen die meisten der folgenden
Infektionskrankheiten der Katze:
Katzenleukose
Katzenschnupfen
Katzenseuche
Tollwut
FIP
FIV
Erläuterungen zu folgenden Fragen:
Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen
- Was ist das?
Wann und wie sollte geimpft werden?
Der Impfpass - Wozu dient er?
Katzenschnupfen „Harmlos ist beim Katzenschnupfen
nur der Name“
Der Katzenschnupfen ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter
Katzen oder Katzenwelpen, die von einer ungeimpften Mutter stammen.
Aber auch ältere Tiere können erkranken. Der Katzenschnupfen wird
im Wesentlichen durch zwei Viren verursacht: das Rhinotracheitis-
und das Calici-Virus. Weitere Erreger können beteiligt sein. Die
Katze steckt sich entweder an einer kranken Katze an oder an einem
gesund aussehenden Tier, das die Erkrankung überlebt hat und zeitweilig
Viren ausscheidet. So harmlos wie sein Name ist der Katzenschnupfen
leider selten. Er beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem
zunächst klaren Nasen- und Augenausfluss, der schnell schleimig
und eitrig wird. Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit.
Die Nasenlöcher verkleben, die kranke Katze atmet nunmehr durch
den Mund, wodurch die Infektion tiefer gelegene Abschnitte des Atmungsapparates
ergreift. Es kommt zur Entzündung der Luftröhre, der Bronchien und
sogar der Lunge. Husten ist die Folge. In manchen Fällen treten
schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle auf. Nicht rechtzeitig erkannt
und behandelt, führt der Katzenschnupfen nicht selten zum Tod.
Katzenseuche „Erbrechen und Durchfall kennzeichnen
diese tödlich verlaufende Erkrankung“
Die Katzenseuche ist in ihrer Häufigkeit seit der Einführung der
Impfung zurückgegangen. Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften
oder nicht ausreichend geschützten Katzen jeden Alters. Ihr Erreger
ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist
und Jahre überleben kann. Die Katzenseuche wird darum nicht nur
durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier übertragen, sie kann
auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder
mit Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden, eingeschleppt
werden. Wie bei den meisten Viruskrankheiten der Katze gibt es auch
bei der Katzenseuche gesunde Virusausscheider als weitere Ansteckungsquelle.
Typisch ist das plötzliche Auftreten der ersten Symptome: Appetitlosigkeit,
Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu diesem Zeitpunkt haben
die Katzen sehr hohes Fieber. Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv,
zunächst Reste der letzen Mahlzeit, bald nur noch Schleim und Galle.
Überleben sie dieses Stadium, so kann sich ein schwerer, beinahe
unstillbarer Durchfall einstellen, der Blut und Darmschleimhautfetzen
enthalten kann. Erbrechen und Durchfall führen zu einer sehr raschen
Austrocknung, einem deutlich sichtbaren Verfall und letztlich zum
Tod. Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwendig und nicht immer
erfolgreich.
Tollwut „Die Impfung Ihrer Katze schützt
auch Sie“
Die Tollwut ist für alle Säugtiere – ebenso für den Menschen – lebensgefährlich.
Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich
durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale
Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und
Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen,
gefolgt von Krämpfen und Lähmungen, führen schließlich zum Tod.
Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss durch
tollwutkranke Katzen und Hunde. Aufgrund der enormen Gefahr für
den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen
und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche
sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten.
Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken
oder tollwutverdächtigen Tier vermutet werden kann. In einem solchen
Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist
nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.
FIP-Infektion „Eine häufige Erkrankung in Zuchten“
Die FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) – zu Deutsch: ansteckende
Bauchfellentzündung der Katze – ist eine relativ häufige, tödlich
verlaufende Virusinfektion der Katze. Die Übertragung erfolgt durch
direkten Kontakt mit einer FIP-erkrankten Katze oder indirekt über
unbelebte Gegenstände wie Katzentoiletten, Bürsten und Ähnliches.
Die FIP beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und
Bewegungsunlust. Nach einer unterschiedlich langen Zeit kommt es
bei einem Teil der Tiere zu Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle,
der Brusthöhle oder dem Herzbeutel. Wir sprechen dann von einer
„feuchten FIP“. Daneben kann das Virus aber auch knötchenartige
Veränderungen an inneren Organen hervorrufen. Diese „trockene FIP“
ist aufgrund unterschiedlicher Krankheitssymptome schwer zu diagnostizieren.
FIV-Infektion „Auch Katzen-Aids genannt, aber
für den Menschen ungefährlich“
Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen, dem
AIDS-Virus, sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den
Menschen ist jedoch ausgeschlossen. Das FIV wird hauptsächlich durch
Bissverletzungen übertragen, z.B. anlässlich von Revierverteidigungskämpfen
oder während des Paarungsaktes durch den Nackenbiss des Katers.
Die FIV-Infektion führt, ähnlich wie die Katzenleukose-Infektion,
zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu den
verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann. Häufig beobachtete
Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome,
schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymphknoten
und Durchfall. Die Infektion endet immer tödlich. Besonders häufig
ist FIV allerdings nur bei älteren, nicht kastrierten Katern mit
freiem Auslauf.
Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen
- Was ist das?
Die Auseinandersetzung des Organismus mit verschiedenen abgeschwächten
oder abgetöteten Erregern anlässlich von Impfungen führt zur Bildung
von Schutzstoffen (sog. Antikörpern). Diese werden mit der Muttermilch
übertragen, so dass Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese
Weise geschützt sind.
Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere
müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe
angeregt werden.
Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes.
Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist
die Grundimmunisierung meist erst nach zweimaliger Injektion bei
jungen Tieren abgeschlossen. Da die Schutzwirkung von Impfungen
zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen
Abständen vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass Ihre
Katze dauerhaft geschützt ist.
Achten Sie deshalb stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen
in Ihrem Impfpass.
Wann und wie sollte geimpft werden?
Jungtiere werden im Allgemeinen zwischen der siebten und zehnten
Lebenswoche erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie
in der Regel eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen.
Danach ist lediglich eine Wiederholungsimpfung in jährlichem Abstand
notwendig. Weitere Impfschemata sind jedoch möglich und je nach
Bedarf auch erforderlich. Für die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe
zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen
Infektionskrankheiten schützen. Was, zu welchem Zeitpunkt und wie
oft geimpft werden soll, entscheiden wir unter Berücksichtigung
der bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt
der Impfung gesund und entwurmt sein muss, da die Immunitätsausbildung
sonst gefährdet ist.
Der Impfpass - Wozu dient er?
Anlässlich der ersten Impfung oder beim Kauf eines Tieres erhalten
Sie normalerweise einen Impfpass. Darin stehen nicht nur alle Daten
zu bereits erfolgten Impfungen, sondern auch persönliche Daten zur
Identität Ihrer Katze. Ferner lässt sich der nächste Impftermin
aus diesem Dokument ablesen. Der Impfpass wird beim grenzüberschreitenden
Verkehr mit Hund und Katze zum Nachweis der verlangten Schutzimpfungen
unbedingt benötigt ( Reisen mit dem
Haustier). Des Weiteren dient er dem Nachweis einer gültigen
Impfung gegen Tollwut, die im Verdachtsfall das geimpfte Tier gesetzlich
weitaus besser stellt als ein ungeimpftes Tier. Bewahren Sie Ihren
Impfpass deshalb sorgfältig auf und legen Sie ihn uns bei jeder
Wiederholungsimpfung vor.
|